Das Ebola-Virus – Kurzinfo

Das Ebola-Virus ist benannt nach einem Fluss Ebola in der Demokratischen Republik Kongo. Dort kam es zum ersten bekannten Ausbruch der Erkrankung.
Die am häufigsten betroffenen Staaten derzeit sind Guinea, Liberia und Sierra Leone.

Der Fluss Ebola

Der Fluss Ebola


Wie wird das Ebola-Virus übertragen?
Das Ebola-Virus wird nur übertragen durch direkten Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten. Es kann z.B. von Affen („bushmeat“) oder von Fledermäusen/Flughunden auf den Menschen oder von Menschen zu Mensch übertragen werden. Bei einem Abstand von mehr als 1 Meter zu einem Erkrankten (zum Beispiel im Flugzeug) ist eine Übertragung unwahrscheinlich.

Ist ein Ebola-Ausbruch in Deutschland zu befürchten?
Da die o.g. afrikanischen Staaten nicht zu den vorrangigen Ländern gehören, aus denen Asylbewerber in Deutschland einreisen, ist derzeit kein Ebola-Ausbruch in Deutschland zu erwarten. Aufgrund der guten medizinischen Versorgung in Deutschland ist auch bei Reiserückkehrern aus Westafrika keine Ebola-Epidemie zu erwarten, selbst wenn sie ein Ebola-Fieber entwickeln sollten.

Was passiert in Deutschland mit potentiellen Ebola-Patienten?
Es stehen in ganz Deutschland mehrere hochspezialisierte Zentren zur Verfügung, wo ein solcher Patient diagnostiziert und versorgt werden könnte. Im Süden sind das Stuttgart (Robert-Bosch-Krankenhaus), München und Frankfurt.
Aktuelle Informationen sind über das Robert-Koch-Institut www.rki.de zu erfahren und über die Homepage des lokalen Gesundheitsamts. In Stuttgart und Umgebung ist das Landesgesundheitsamt zuständig bei Verdachtsfällen. Diese müssen dorthin auch von den Haus-und Fachärzten gemeldet werden.

Welche Symptome sind typisch für den Ebola-Virusinfekt?
Nach 2-21 Tagen können auftreten:
– Fieber, plötzlich, über 38,5 C°
– Kopf-und Halsschmerzen, Muskel-,Gliederschmerzen
– Durchfall und Erbrechen, ausgeprägte Schwachheit
– Ab dem 5.-7. Tag Schleimhautblutungen(Bindehautblutungen, Nasenbluten, Darmblutungen etc).

Wichtig: Solange der Erkrankte keine Beschwerden hat, ist er auch nicht ansteckend (in der sogenannten Inkubationsphase).
Im Umgang mit Erkrankten ist eine komplette Schutzausrüstung mit sogenannter FFP3-Gesichtsmaske erforderlich. Ein normaler Mundschutz genügt nicht!
Der Erkrankte muss strikt isoliert werden. Dann wird eine Meldung an das zuständige Gesundheitsamt gemacht oder an Polizei/Rettungsdienst.

© Dr. med Sieglind Zehnle, Ruiter Str. 7, 73760 Ostfildern

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