Venenleiden, Varizen, Krampfadern

Die meisten von uns haben heute einen Beruf, in dem sie den größten Teil des Tages am Schreibtisch verbringen. Daher wundert es nicht, dass jeder vierte Erwachsene in Deutschland heute ein Venenleiden oder, wie wir Ärzte sagen, Varizen hat. Varizen (Krampfadern) können zu Schweregefühl und Stauungsbeschwerden vor allem in den Unterschenkeln, Waden und Knöcheln führen. Dies tritt vorwiegend im Sommer und gegen Abend auf, weil die Venen beim Sitzen abgeknickt werden und ab der Kniekehle das Blut nicht richtig nach oben-Richtung Herz-rückfördern können. Bei undichten Venenklappen sind häufig auf der Innen-oder Rückseite der Waden richtige Knoten zu tasten, die schmerzhaft sein können. Dann sollte man sich auch bei einem Gefäßchirurgen vorstellen.DSC2173_kl

Venenentzündung

Bei anhaltender Stauung kann sich am Unter-oder Oberschenkel ein schmerzhafter geröteter Strang bilden. Das nennt man Venenentzündung (Thrombophlebitis). Sie sollten dann zum Arzt gehen, damit dieser ausschließt, dass nicht eine tiefe Thrombose im Anmarsch ist, und die Venenentzündung fachmännisch behandeln kann. Die Venenentzündung wird in der Regel ohne Operation behandelt.

Was kann ich gegen Krampfadern tun?


Ein gutes Mittel, wenn auch nicht sehr beliebt, sind Kompressionsstrümpfe. Regelmäßig ab dem Aufstehen getragen, verhindern sie die Weiterentwicklung von Varizen bei den Personen, die von Natur aus schwaches Bindegewebe haben. Speziell auf längeren Reisen können sie auch eine tiefe Venenthrombose verhindern.
Zusätzlich hilft am Abend Venengymnastik, zum Beispiel sich auf den Rücken legen und die Beine kräftig in der Luft ausschütteln. Schwimmen wirkt ebenfalls fördernd auf den Rücktransport des Blutes aus den Venen. Und beim Sport, also überall wo die Muskelpumpe der Waden betätigt wird, zum Beispiel beim Walking, werden die Beine entstaut.

Welche Medikamente helfen gegen Venenleiden?

Im Anfangsstadium der Krampfadern können folgende Substanzen hilfreich sein:
– Roßkastanienextrakte (auch als Generika erhältlich)
– Rote Weinlaubblätter (antiödematös wirksam)
– Mäusedornwurzel (besser magenverträglich als Rosskastanienextrakt)
– Bromelain und andere Enzympräparate wirken entzündungshemmend.
– Homöopathische Mittel: Ruta, Sepia, Carduus marianus, Arnica (je nach Modalität).


© Dr. med. Sieglind Zehnle, Ruiter Str. 7, 73760 Ostfildern

 

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