Information vor einer Gelbfieberimpfung

Die Gelbfieberimpfung kann für die Einreise in ein südliches Land vorgeschrieben sein. Das Gelbfiebervirus wird übertragen durch den Stich der Aedes-Mücke, die tag-und nachtaktiv ist. 90 Prozent der Fälle treten in Afrika auf.

Die Impfung ist in der Regel gut verträglich. Sie wird subkutan in den Oberarm durchgeführt. Eine Lokalreaktion wie Schwellung kann auftreten und ist ein Zeichen für die Wirkung der Impfung. Selten gibt es grippale Erscheinungen 3-6 Tage nach der Impfung, wie Kopfweh, Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und Fieber. Gelegentlich werden unmittelbar nach der Impfung Kreislaufreaktionen beobachtet. Sie sollten deshalb möglichst noch eine halbe Stunde im Wartezimmer bleiben. Selten wurden nach einer Gelbfieberimpfung schwere Hirnhautentzündungen sowie das sogenannte Yellow fever associated visceral disease (YEL-AVD) mit schwerer Leberentzündung bis zum Leberversagen beschrieben. Das Risiko liegt circa bei 3,2/100.000 für über 70-jährige und bei ca. 1,1/100.000 für 60-69-jährige Personen bei der Erstimpfung, darunter bei ca.0,4/100.000 Personen. Es verläuft in 50% der Fälle tödlich.

Es handelt sich um einen Lebendimpfstoff. Die amtliche Gültigkeit beginnt in der Regel zehn Tage nach der Impfung. Antikörper finden sich 10-14 Tage nach der Impfung im Blut. Sieben Tage Alkoholfreiheit nach Impfung sind erforderlich!

Personen mit einer Hühnereiweißallergie, mit akuten Krankheiten, mit einer beginnenden Grippe oder ähnlichem Infekt, mit Immundefekten (HIV) und CD4 unter 200/ug sollten nicht geimpft werden. Weiter dürfen Sie nicht geimpft werden, wenn Sie mit mehr als 20 mg Kortison oder mit Methotrexat behandelt werden oder wenn bei Ihnen eine erniedrigte Zahl von Blutplättchen bekannt ist.

Die Gelbfieberimpfung sollte alle 10 Jahre aufgefrischt werden, damit sie ihre Gültigkeit behält.
Die Impfung kann kombiniert werden mit allen Totimpfstoffen, wie Tetanus, Polio, Hepatitis A und B, Typhus, Cholera, Tollwut.


Ansonsten können Sie sich am besten schützen gegen Mückenstiche durch entsprechende Kleidung und Moskitonetze. Duftkerzen, Duftöle, Mückenbänder, Ultraschallgeräte (Mückenpiepser) und UV-Lichtgeräte haben keine nachgewiesene Wirksamkeit.


Ich erkläre, über die Gelbfieberimpfung aufgeklärt worden zu sein

………………………                                                 …………………………..
Datum                                                                       Unterschrift

© Hausarztpraxis Scharnhausen, Dr.med. Sieglind Zehnle, Stand 01.05.2013

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Infektionskrankheiten, Reisemedizin abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.