Haarausfall

Bei Frauen:
Bei Frauen kann es bei jeder Art von Hormonumstellung, zum Beispiel nach einer Entbindung, in den Wechseljahren, bei schweren Infekten, Diäten oder bei Eisen-oder Zinkmangel zu verstärktem Haarausfall kommen. Ein Haarausfall kann auch jahreszeitlich gehäuft auftreten. Es gibt eine Art von Haarausfall, die gehäuft bei Frauen auftritt. Dabei reagieren die Haarfollikel verstärkt auf männliche Hormone, die sich bei Frauen in geringen Mengen finden (sogenannte androgenetische Alopezie).
Normal fallen täglich bis 100 Haare aus, etwa gleich viele werden auch neu gebildet. Der Haarausfall setzt meistens ca. ein Vierteljahr nach dem auslösenden Ereignis ein. Es kommt aber nur äußerst selten dabei zu einem kompletten Haarverlust-ein Trost!
Bei Eisenmangel ist es wichtig, den Eisenspeicher aufzufüllen, um das Wachstum der Haare wieder anzuregen.Es ist daher erforderlich, Eisen mindestens 100 mg pro Tag über ein Viertel- bis halbes Jahr einzunehmen, bis der Speicher wieder gefüllt ist.
Die androgenetische Alopezie kann mit Minoxidillösungen behandelt werden. Diese werden ein-bis zweimal täglich auf die Kopfhaut aufgetragen. Zusätzlich kann die Einahme von Zink hilfreich sein, da sie das Nagel-und Haarwachstum positiv beeinflusst. Insbesondere kann Zink helfen, wenn auch die Fingernägel leicht abbrechen.
Bei Frauen mit Schilddrüsenerkrankungen kann meiner Erfahrung nach auch eine Vitamin-Aufbaukur mit ca. zehn B12-Spritzen, ein-bis zweimal wöchentlich verabreicht, hilfreich sein bei Haarausfall. Die Ursache ist unbekannt. Es handelt sich dabei auch um keine Kassenleistung.

Bei Männern:
Auch hier gibt es eine Minoxidillösung, die speziell für Männer zusammengestellt wurde, im Handel. Ansonsten gibt es ein Prostatamittel, das sogenannte Finasterid, dass in niedriger Dosierung auch als Haarwuchsmittel im Handel ist.

Haarwuchsmittel werden in Deutschland nur auf grünes Privatrezept ausgestellt. Die Kassen sind der Meinung, dass es sich hier um sogenannte „life-Style“ mittel handelt, auch wenn das psychische Wohlbefinden der Betroffenen durch den Haarausfall oft schwer beeinträchtigt ist.
Ihr Hausarzt kann ein Basislabor erstellen und/oder einen Checkup machen, um schwerwiegendere Ursachen auszuschließen. Natürlich ist jederzeit auch eine Vorstellung bei einem Hautarzt möglich. Bei Haarausfall empfiehlt es sich in jeden Fall, Geduld zu haben und unter der o.g. Behandlung ein Viertel- bis halbes Jahr erst einmal das Resultat abzuwarten

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