Nicht alkoholische Fettleber (NASH)

Bis zu 70 % der Patienten, die der Hausarzt in der Praxis täglich sieht, haben eine Fettleber. Von einer Fettleber spricht man, wenn die Speicherung von Fetten im Lebergewebe mehr als 5-10 % des Lebergewichts beträgt oder mehr als 50 % der Leberzellen Fett speichern.
Eine Fettleber kommt häufig durch Übergewicht zustande, teilweise auch durch vermehrten Alkoholgenuss (Bier, Most, Wein, sonstige Spirituosen). Wir Hausärzte sehen die Fettleber täglich bei unseren Patienten, die einen Ultraschall (Sonografie) der Leber durchführen lassen. Basistherapie sind eine Reduktion des Gewichtes und eine Steigerung der regelmäßigen Bewegung.

Bei der nicht alkoholisc
hen Fettleber (NASH) handelt es sich um eine Fettleber, die, wie der Name sagt, nicht durch vermehrten Alkoholgenuss ausgelöst wird. Die Grenze dazu liegt bei 20 g Alkohol pro Tag (Frau) und 30 g Alkohol pro Tag (Mann).
Bei manchen Fettleber-Patienten findet der Arzt keine Ursache dafür, wie z.B. Übergewicht. Trotzdem können erhöhte Leberwerte vorhanden sein.
Wichtig ist folgendes zu wissen, Fettleber-Patienten neigen insgesamt vermehrt zu Entzündungsprozessen im Körper. Dazu gehören auch vermehrte Entzündungen in den Gefäßen mit Neigung zu früherer Arteriosklerosebildung als üblich.


Für die Behandlung gibt es leider derzeit kein zugelassenes Medikament.
Diabetesmedikamente wie Metformin, Glitazone und Inkretine haben positive Effekte ergeben. Grundsätzlich bleiben aber gesunde Ernährung, Gewichtsreduktion (bei Übergewicht), möglichst wenig Alkohol trinken und sich ausreichend bewegen. Dies alles beugt auch Entzündungen in den Gefäßen und erhöhten Leberwerten vor.
Wichtig ist auch, eine Hepatitis B-Impfung durchzuführen, eventuell in Kombination mit der Hepatitis A-Impfung.

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