Schwangerschaft und Ernährung

Welche Ernährung ist richtig in der Schwangerschaft?

Früher galt:  In der Schwangerschaft soll die werdende Mutter „für zwei essen“. Das gilt inzwischen als überholt. (Stand 2009). Eine hyperkalorische Ernährung führt zu übergewichtigen Babies, bereits im Mutterleib. Diese Kinder werden auch nach der Geburt im Laufe der Jahre häufiger übergewichtig. Denn sie sind bereits gewohnt, mehr zu essen, als sie eigentlich brauchen.
Ein weiterer Nachteil ist, dass deutlich übergewichtige Schwangere leichter einen Schwangerschaftsdiabetes entwickeln. Leider nehmen Frauen in der Schwangerschaft heute aber im Durchschnitt zwei Kilogramm mehr zu als vor 20 Jahren. Außer für Diabetes ist bei übergewichtigen Schwangeren auch das Risiko für Bluthochdruck in der Schwangerschaft deutlich erhöht, mit entsprechenden Komplikationen auch für das Baby.
Übergewicht in der Schwangerschaft kann außerdem zu vermehrten Komplikationen bei der Geburt führen: Kaiserschnitte, Vakuum-und Zangengeburtten kommen dann deutlich häufiger vor.

Fakt ist, dass der Energiebedarf in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten kaum erhöht ist. In den späteren Schwangerschaftsmonaten reicht es, wenn die werdende Mutter 200 bis 300 kcal am Tag mehr verzehrt.
Wichtig ist vielmehr, dass die werdende Mutter  deutlich mehr Obst und Gemüse zu sich nimmt. Außerdem wird zur Versorgung mit B-Vitaminen, Eiweiß, Zink und Eisen mageres Fleisch benötigt.
Für die Versorgung mit Folsäure ist grünes Blattgemüse wichtig, außerdem sind Hefe-und Vollkornprodukte wichtig. Die darin enthaltenen Mengen an Folsäure sind allerdings häufig nur gering. Daher wird eine Einnahme von Folsäure schon bei Kinderwunsch und bis mindestens zum Ende des dritten Schwangerschaftsmonats empfohlen.

Eine ausreichende Versorgung mit Jod kann durch Seefisch und jodiertes Speisesalz erreicht werden. Jodidtabletten werden in der Schwangerschaft häufig zusätzlich verordnet.

Ungewöhnlichen Essgelüsten wie Gelüste auf Torten oder reichlich Schokolade sollten in der Schwangerschaft nicht allzu sehr gefrönt werden. Der darin enthaltene Zucker gelangt ins Blut und fördert die Entstehung eines baldigen neuen Hungergefühls und dadurch des Übergewichtes. Auch in der Schwangerschaft gilt: Maß halten. Das ist für die Gesundheit der werdenden Mutter und für das Kind am besten!

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Eine Antwort zu Schwangerschaft und Ernährung

  1. nicole schreibt:

    Stand 2009… 😉 „inzwischen“ heißt seit mindestens 20 Jahren. Angehende Ökotrophologen haben das (Ernährung in der Schwangerschaft) schon damals so gelernt. 🙂

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