Richtig Blutdruck messen

blutdruckmessen32Der Blutdruck wird normalerweise am unbedeckten Oberarm mit einer Oberarmmanschette manuell gemessen. Die Werte werden heute immer noch traditionell nach dem Erfinder der Methode, Herrn Riva-Rocci (italienischer Arzt, 1863-1937) in mm Hg gemessen. Diese Messeinheit hängt mit der ursprünglichen Messmethode mit einer Quecksilbersäule zusammen.

Wenn Sie Medikamente gegen zu hohen Blutdruck einnehmen: Am besten messen Sie den Blutdruck morgens und abends, bevor erneut blutdrucksenkende Medikamente eingenommen werden. Das ist wichtig, um zu sehen, wie lange und ob die einzelnen Medikamente wirken.


Vor jeder Messung sollten Sie sich 3-5 Minuten Zeit nehmen und ruhig hinsetzen. Sonst wird der Blutdruck häufig fälschlich zu hoch gemessen.
Beim Messen darf die Luft des Blutdruckmessgerätes nicht zu rasch abgelassen werden, um die oberen und unteren Werte möglichst genau zu erfassen. Das heißt, lassen Sie die Luft in ca. 20 -30 Sekunden ab.

Die Messung des Blutdruckes sollte in Herzhöhe erfolgen, das heißt, die Manschette sollte in Herzhöhe angelegt sein. Dazu ist es oft erforderlich, den Arm, an dem gemessen wird, etwas anzuheben.
Die Manschette sollte zwei Drittel der Oberarmlänge abdecken.


Was passiert, wenn die Blutdruckmanschette zu klein ist? Bis zu einem Armumfang von 34 cm (ist auf der normalen Blutdruckmanschette selbst als Grenzwert angegeben) werden zu niedrige obere (systolische) Blutdruckwerte und zu hohe untere (diastolische) Blutdruckwerte gemessen.


Macht es etwas aus, über einer dünnen Bluse oder einem T-Shirt zu messen?
Die Messwerte am nackten Arm unterscheiden sich nicht wesentlich von denen am bekleideten Arm. Das gilt selbstverständlich nicht für dicke Pullover oder Winterjacken. Bei diesen macht es weniger Sinn, dieselben hochzukrempeln zum Blutdruckmessen, da dann die Blutdruckmessung häufig nicht in der gebotenen Herzhöhe erfolgt. Es ist zweckmäßig, sie einfach auszuziehen, damit man eine genaue Messung erhält.


Wie ist das mit automatischen Blutdruckmessgeräten?
Automatische Blutdruckmessgeräte messen den Blutdruck oszillometrisch. Dabei werden statt akustischer Signale, wie bei der herkömmlichen Messung, Oszillationen des Manschettendrucks erfasst.
Die Messwerte sind prinzipiell denen bei der normalen Blutdruckmessung vergleichbar. Abweichungen von ca. 10 mm Hg sind jedoch durchaus möglich. Die Deutsche Hochdruckliga (DHL) vergibt dabei Siegel für gute Messgeräte (www.hochdruckliga.de).


Die 24-Stunden-Blutdruckmessung
Zur übersichtlichen Darstellung der Blutdruckwerte, die tagsüber teilweise schwanken, hat sich die 24-Stunden-Blutdruckmessung bewährt. Der Arzt verschafft sich (und den Patienten) damit einen Überblick, ob die Blutdruckeinstellung tagsüber und auch in der Nacht ausreichend ist. Es lässt sich so auch sagen, ob eine ausreichende Medikation eingenommen wird.


Belastungs-EKG (Ergometrie)
Beim Belastungs-EKG können außer dem Ausmaß des Anstiegs des Blutdrucks unter körperlicher Belastung auch Herzrhythmusstörungen (unter Belastung) sowie teilweise Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße verdachtsweise festgestellt werde.
24-h-Blutdruckmessung und Belastungs-EKG ergänzen sich also in ihrer Aussagekraft.

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Eine Antwort zu Richtig Blutdruck messen

  1. Mike schreibt:

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