Schilddrüsenüberfunktion

Eine Schilddrüsenüberfunktion kann verschiedene Ursachen haben. Entweder gibt es Zellen, in der ganzen Schilddrüse verteilt oder in einem Knoten, die unabhängig von dem normalen Schilddrüsengewebe zu viel Schilddrüsenhormone produzieren.
Es kann als Zweites aufgrund von Autoimmunreaktionen zu einer Schilddrüsenüberfunktion kommen (Basedowsche Erkrankung). Bei dieser Art von Schilddrüsenüberfunktion können auch andere Organe betroffen sein.


Welche Anzeichen weisen auf eine Schilddrüsenüberfunktion hin?
Bei einer Überfunktion der Schilddrüse kommt es zu einem gesteigerten Grundumsatz. Die Betroffenen sind häufig eher schlank und können essen, was sie möchten, ohne zuzunehmen. Weiterhin fällt häufig ein schneller Ruhepuls auf. Die Betroffenen schlafen in der Regel schlechter. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion schwitzen Sie leichter als die Normalbevölkerung, es kann auch eher zu Durchfällen kommen. Insgesamt können Sie gereizter als andere Menschen reagieren. Häufig kommt es auch zu empfindlichen Augen (Fremdkörpergefühl, Augentränen).
Eine Überfunktion ist auf die Dauer für den Körper schädlich. Es kann zum Beispiel zu einer erniedrigten Knochendichte (Osteoporose) kommen sowie zu gefährlichen Herzrhythmusstörungen.


Wie wird eine Überfunktion behandelt?
Es wird ein Medikament gegeben, das die Schilddrüsenhormonproduktion hemmt (in der Regel Carbimazol oder Thiamazol). Darunter kommt es zum Abklingen der Beschwerden. Diese Medikamentengabe sollte je nach Verlauf für ca. ein Jahr fortgesetzt werden. Danach kann man mit einem Auslassversuch testen, ob sich die Schilddrüse damit beruhigt hat (erneute Patienten- und Blutuntersuchungen in regelmäßigen Abständen). In ca. 50 % der Fälle kommt es nach dem Absetzen der Medikamente leider zu einem Rückfall, das heißt, es treten wieder Zeichen für eine Überfunktion auf. Dann sollte eine definitive Behandlung durchgeführt werden. Dazu gehört eine Radiojod-Therapie oder eine operative Behandlung der Schilddrüse. Falls die betreffende Person Augenbeschwerden hat, wird in der Regel eher eine operative Therapie durchgeführt. Ansonsten hat eine Radiojodtherapie (Schlucken von kleinen Kapseln in Tablettengröße mit radioaktivem Material, stationär durchgeführt) sehr häufig den gewünschten Effekt. Falls diese Behandlung allerdings zu einer Schilddrüsenunterfunktion führt, ist ab sofort eine dauerhafte Einnahme von Schilddrüsenhormonen erforderlich.


Zur symptomatischen Behandlung der Hyperreagibilität bei Schilddrüsenüberfunktion können unterstützend auch diverse homöopathische Mittel hilfreich sein:

Jodum ab D12: Herzklopfen, Schwitzen bei leichten Anstrengungen. Den Betroffenen ist ständig warm, und sie nehmen trotz guten Appetits eher ab.
Badiaga D12: Besserung durch Wärme; Verschlechterung durch Kälte; beim Husten fliegt Schleim aus dem Mund.
Nux vomica: Hypererregbarkeit, Gereiztheit; Herzrasen. Schlaf unruhig.
Spongia: Kloßgefühl im Hals; trockene Luftwege.

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