Nagelpilz und Fußpilz

Vor allem im Sommer, wenn Sandalen getragen werden, ist es für viele Menschen unangenehm, durch dicke oder bräunliche Nägel aufzufallen. Oft handelt es sich um einen Nagelpilz.

Vom Haut- zum Nagelpilz
Der Nagelpilz kann ausgehen von einem Fußpilz oder von einem anderen Pilz, der die Gelegenheit hat, unter die Nagelplatte zu gelangen (z.B. Risse, kleine Verletzungen).
Unter der Nagelplatte sind sie für herkömmliche Antipilzmittel nur schwer erreichbar.
Nagelpilz kommt häufig vor in fortgeschrittenem Alter, wenn die Durchblutung der Füße schlechter wird. Die Haut wird dünner und weniger elastisch, daher auch anfälliger für Pilzinfektionen. Menschen mit Diabetes mellitus sind häufig vom Nagelpilz betroffen, aber auch Raucher.
Ebenfalls sind Sportler stärker gefährdet, die sich häufig aufgrund ihres Hobbys in Umkleidekabinen und Gemeinschaftsduschen aufhalten. Das gleiche gilt für öffentliche Saunen und Schwimmbäder, die Hautpilz-Infektionen begünstigen. Die Desinfektion nach dem Schwimmen schützt nicht vor Pilzinfektionen!
Fuß- bzw. Nagelpilz kann weiter begünstigt werden durch zu enge oder luftundurchlässige, geschlossene Schuhe, zu seltenes Wechseln der Socken sowie das häufige Tragen von synthetischen Socken oder Strümpfen.

Die Behandlung des Nagelpilzes ist langwierig
Es ist sinnvoll, die Pilzart erst herauszufinden, z.B. durch Anlegen einer Pilzkultur, da nicht jede Pilzart auf jedes Mittel anspricht.
Die Behandlung des Nagelpilzes hängt davon ab, inwieweit er schon fortgeschritten ist. Sind nur wenige Nägel und auch nur teilweise betroffen, kann man als einfache Therapie nur regelmäßig (anfangs täglich) ein Antipilzmittel wie einen Nagellack auf die Nägel auftragen. Diese Mittel sind leider sehr teuer und nicht auf Kassenkosten rezeptierbar.
Bei einem Befall von mehr als drei Nägeln oder bei ausgeprägtem Befall der Nagelplatte nimmt der Patient in der Regel zusätzlich ein Antipilzmittel ein. Auf diese Weise gelangt das Medikament in die Blutbahn und damit auch über die Nagelwurzel in den Nagel.
Da der Nagel sehr langsam wächst, ist diese Behandlung langwierig und dauert meist mehrere Monate. Zusätzlich sollten eher offene Schuhe getragen werden und Socken möglichst bei 60 Grad gewaschen werden.
Aufgrund von möglichen Nebenwirkungen wird während einer erforderlichen Tabletteneinnahme regelmäßig Blut abgenommen zur Kontrolle der Leberwerte. In dieser Zeit (ca. 4-6 Monate) sollte auch möglichst auf Alkohol verzichtet werden.

Tipp: Wie sollen die Nägel geschnitten werden?
Wer seine Nägel fachgerecht pflegt, trägt ein geringeres Risiko für Nagelpilz. Die Fingernägel sollten rund geschnitten werden, die Nägel der Großzehen sollten gerade abgeschnitten und gefeilt werden, nie bis in die Ecken rundschneiden!
Auch die Haut an den Füßen sollte regelmäßig eingecremt werden, um kleine Verletzungen und damit ein mögliches Pilzwachstum zu vermeiden.

View:
Was ist die Onychomykose? (Klinik für Dermatologie und Allergologie, Bochum)
Der Nagelpilz (Online-Ratgeber Fußpilz)
Fußpilz, Nagelpilz, Hautpilz, Mykosen (Infos der Arztpraxis Dr. Mauersberg/Dr. Wald, Wiesbaden)

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2 Antworten zu Nagelpilz und Fußpilz

  1. NLP Coach schreibt:

    4-6 Monate sind zu wenig, um einen Nagelpilz zu behandeln. 1 Jahr dauert es wenigstens bis er ganz weg ist.

  2. Peter schreibt:

    Ein Netter Beitrag. Mir hat bei der Hautpilz bzw. Nagelpilz Canesten geholfen. CU.

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