Pfeiffersches Drüsenfieber

Das Pfeiffersche Drüsenfieber, auch infektiöse Mononukleose genannt, wird durch den Epstein-Barr-Virus ausgelöst; die Erkrankung tritt gehäuft im Frühjahr und frühen Sommer auf und wird durch engen Körperkontakt (Speichel) ausgelöst.: „Kissing disease“; bei 60 % der Betroffenen verläuft die Erkrankung unerkannt.
Es kommt zu Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, anhaltendem Fieber, Halsweh und Lymphknoten-Schwellungen im Halsbereich beidseits. Auch die Milz kann vergrößert sein. In 80 % der Fälle tritt eine Rachen- und Mandelentzündung auf, meist mit weißlichen Belägen. Die Leberwerte können erhöht sein.
Die Prognose beim Pfeifferschen Drüsenfieber ist insgesamt, trotz eines verzögerten Verlaufes über mehrere Wochen, gut. Es kommt selten zu Komplikationen.

Therapie:
Es ist eine ausreichende Schonung erforderlich, die über mehrere Wochen andauern kann. Bei vergrößerter Milz ist besondere Vorsicht angesagt, da die Milz z.B. bei Prellungen platzen kann. Antibiotika helfen nicht, da es sich beim Pfeifferschen Drüsenfieber um eine Virusinfektion handelt. Durch Antibiotika, vor allem durch Amoxicillin, kann sogar ein heftig juckender Ausschlag ausgelöst werden.

Homöopathische Behandlung kann versucht werden:

Mercurius cyanatus D12: weißliche konfluierende Beläge auf den Mandeln
Apis: rote ödematöse Schwellung der Mandeln, besser durch Kälte
Barium chloratum (muriaticum): starke Schwellung der Mandeln, akute und chronische Tonsillitis, Lymphknotenschwellung
Silicea: langsam verlaufende Mandelentzündung; Neigung zum Frösteln, Kopfschweiß, Neigung zu Eiterungen bereits bei kleinen Verletzungen; schmerzhafte Schwellung und Verhärtung der Lymphknoten
Hepar sulfuris: Schmerzen, besser durch warmes Getränk; Splitterschmerz, stechend; Abszessneigung
Ceanothus americanus: Milzfunktionsmittel; Entzündung und Vergrößerung der Milz, auch mit Lebervergrößerung, bei länger verlaufenden Infektionen; stechende Schmerzen linker Rippenbogen. Verschlimmerung beim Liegen auf der linken Seite.

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Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononucleosis infectiosa) (medizin-netz)

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2 Antworten zu Pfeiffersches Drüsenfieber

  1. J. Malcher schreibt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Zehnle,

    mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel über das Pfeiffersche Drüsenfieber gelesen.
    Ich leide seit Juli dieses Jahres unter verschiedenen Symptomen und inzwischen wurde bei mir ein kinesiologischer Test durchgeführt, wo das pfeiffersche Drüsenfieber diagnostiziert bzw. vermutet wurde.

    Da diese Diagnose jedoch schulmedizinisch nicht anerkannt ist, möchte ich den Verdacht per Blutuntersuchung abklären lassen.
    Da ich mich im Internet sehr mit der Thematik befasst habe, ist mir bewusst, dass dieser Virus nur mit einer bestimmten Blutuntersuchung festzustellen ist.
    Leider konnte ich bisher nicht herausfinden, wo diese stattfindet bzw. wer diese Untersuchung in die Wege leitet.

    Für Tipps und Anregungen in dieser Sache bin ich Ihnen sehr dankbar.

    Mit freundlichen Grüßen

    Antwort von drzehnle:

    J. Malcher

    Sehr geehrter Herr Malcher,

    die Blutuntersuchung auf Epstein-Barr-Virus können Sie bei Ihrem Hausarzt durchführen lassen.
    Je nach Beschwerden ist das eine Kassen- oder aber eine IGeL-Leistung. Auch das Blutbild selbst
    gibt schon Hinweise auf die Erkrankung, weiterhin können erhöhte Leberwerte auftreten.

    Mit freundlichem Gruß

    S. Zehnle

  2. V.Zierener schreibt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Zehnle,

    bei meinem Sohn wurde vor 1 1/2 Wochen Pfeiffersches Drüsenfieber festgestellt. Mittlerweile geht es ihm etwas besser aber er hat immer noch so einen schrecklichen Husten. Er ist seit dem so gut wie gar nichts mehr. Er ekelt sich vor allem und würgt es sich nur runter. Er ist schon seit mindestens 4 Wochen mit starkem Husten und verfaultem Mundgeruch krank. Ich denke das er das Drüsenfieber schon länger hat weil auch sein Hals schon länger geschwollen ist. Seit ca. 1 monat spricht er ganz komisch und undeutlich (er vergißt Buchstaben das=da oder is=ist u.v.m) was er vorher nie gemacht hat. Er hat immer sehr gut und deutlich gesprochen. Jetzt ist er aber vor ca. 4 Wochen hingefallen (sehr stark auf den Hinterkopf hatte aber nicht gebrochen oder war bewußtlos). Ich weiß jetzt nicht ob das mit dem Drüsenfieber zusammenhängt oder ob das von dem Sturz ist. Mache mir langsam ein bißchen sorgen deswegen. Wäre schön wenn sie mir helfen könnten.

    Mfg V. Zierener

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