Risiken und Nebenwirkungen des Impfens

Welches Risikio ist größer: sich impfen zu lassen oder nicht geimpft zu sein? Auf diese Frage muss jeder für sich selbst eine Antwort suchen. Informationen dazu findet man gerade im Internet zur Genüge. Als praktizierende Ärztin impfe ich selbstverständlich, informiere aber genauso selbstverständlich über mögliche Nebenwirkungen.

Als Nebenwirkungen von Impfungen können generell auftreten:
Anschließend für ein bis zwei Tage Lokalreaktionen, d.h. eine örtliche Schwellung mit Rötung und Schmerzen; eine Verhärtung an der Einstichstelle und regionale Lymphknotenschwellungen. Sehr selten kommt es zur Ausbildung einer andauernden örtlichen Verhärtung (Granulom).Weiterhin können auftreten:
Allgemeinreaktionen wie Fieber, Abgeschlagenheit, Schüttelfrost, Muskel-und Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen. Vorübergehende Hautveränderungen und starke allergische Reaktionen wurden selten beobachtet. Bei stark allergischen Patienten sind ausgeprägte Lokalreaktionen und Allgemeinreaktionen bis zum Schock möglich. Bei solchen Patienten sollte eine Impfung an sich überlegt werden. Solche Personen sollten anschließend mindestens eine halbe Stunde in der Praxis bleiben.
In seltenen Fällen sind bei fast allen Impfstoffen neurologische Störungen beschrieben worden, einschließlich einzelner Fälle von aufsteigender Lähmung bis hin zur Atemlähmung. Ob ein direkter Zusammenhang mit den Impfungen besteht, wird in den meisten Fällen angezweifelt.
Auch auf die sonstigen Inhaltsstoffe (z.B. Thiomersal, Hühnereiweiß) sind allergische Reaktionen möglich.
Nach Zeckenimpfungen können häufig (1-10 Prozent) Übelkeit und gelegentlich Erbrechen auftreten. Häufig tritt auch ein Müdigkeits- oder Krankheitsgefühl auf, das in der Regel für ein bis zwei Tage anhält. Sehr selten können Sehstörungen auftreten, sowie Schwindel. Insbesondere nach der ersten Impfung können grippeähnliche Symptome und selten Fieber > 38 Grad auftreten.
Die einmalige Impfung gegen FSME nach einem Zeckenstich vermag nicht vor dem Ausbruch einer Frühsommer-Meningoenzephalitis zu schützen.
Nach einer Masern-Mumps-Röteln-Impfung kann es bei Patienten mit immunsuppressiver Therapie (z.B. bei HIV-Erkrankung) zu einem akuten Schub der zugrunde liegenden Erkrankung kommen. Die Impfantwort bei solchen Patienten kann eingeschränkt sein (d.h. einen geringeren Impfschutz ergeben als bei Normalpersonen). Nach gegenwärtigen wissenschaftlichen Erkenntnissen sind Impfstoffe nicht die Auslöser für Autoimmunerkrankungen.
Die Vor- und Nachteile der Impfungen sollten vorher gegeneinander abgewogen werden. Im Allgemeinen überwiegt nach heutiger wissenschaftlicher Erkenntnis der potentielle Nutzen die Impfrisiken.

 

View: Impfen (Robert-Koch-Institut)
Art. „Impfung“ (Wikipedia)
Kontrovers diskutiert: „Die Nebenwirkungen und Risiken von Impfungen sind unkalkulierbar“
„Der Streit um den Piks“ (DIE ZEIT)

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