Aktueller Stand 17.11.2009: Impfstoff eingetroffen
Inzwischen haben wir in Ostfildern Impfstoff erhalten! Sie können sich also impfen lassen.
Dem Impfstoff Pandemrix sind die Hilfsstoffe Squalen und Thiomersal zugefügt, und zwar aus folgendem Grund: Diese Hilfsstoffe steigern die Antikörperproduktion, also die Abwehrproduktion, im Körper. Das funktioniert dadurch, dass eine leichte örtliche Entzündung an der Injektionsstelle hervorgerufen wird (es kann also ein bisschen wehtun anschließend!). Durch diese Entzündungsreaktion werden Zellen der Immunabwehr angelockt und verursachen eine kräftige Antikörperproduktion.
Squalen = ein natürliches Produkt des körpereigenen Cholesterinstoffwechsels. Squalen ist Hauptbestandteil vieler Nahrungsergänzungsmittel und Lebensmittel. Die Menge Squalen, die in einer Dosis Pandemrix enthalten ist, ist nicht höher als die durchschnittlich mit der Nahrung aufgenommene Menge.
Thiomersal: ein Quecksilberabkömmling. Dieser ist nötig, um zu verhindern, dass sich Bakterien in den Impffläschchen ansiedeln. Die Quecksilberbelastung ist nur der Bruchteil einer Menge, die man während der Woche mit der Nahrung aufnimmt.
Nach bisherigen Erfahrungen – auch in der Notfallpraxis – erkranken vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Meist verläuft die Erkrankung mild und nur wenige Tage lang. Eine Impfung ist freiwillig!
Welche Beschwerden verursacht die Schweinegrippe?
Nach meinen bisherigen Erfahrungen vor allem folgende:
- Plötzlich auftretendes hohes Fieber > 38,5
- Kopfweh und schweres Krankheitsgefühl (in den ersten Tagen)
- Trockener Husten
- Etwas Halsweh
Bitte vereinbaren Sie einen Termin, wenn Sie eine Impfung wünschen, – in unserer Praxis bzw. in der Ihres Hausarztes. Die Impfung wird jeweils für 10 Personen durchgeführt. Etwas anderes als die Impfung kann aus zeitlichen Gründen daher nicht bei diesem Termin besprochen werden. Bitte vereinbaren Sie für extra Fragen einen separaten Termin in der Sprechstunde.
Bereits von der Schweinegrippe (Neue Influenza A/H1N1) Betroffene mögen bitte zu Hause bleiben. Es ist weder sinnvoll, eine Arztpraxis aufzusuchen, noch eine Notfallpraxis. Die Gefahr, dass dort das Virus weiter verbreitet wird, auch an die Mitarbeiter und Patienten, ist groß! Es macht mehr Sinn, dass die Betroffenen zu Hause bleiben, sich ausruhen und eventuell fiebersenkende schulmedizinische oder homöopathische Maßnahmen ergreifen!
Ein Abstrich auf Influenza A H1N1 (PCR) kann in Risikofällen gemacht werden, ist aber nicht dringend erforderlich. Bei typischer Symptomatik ist davon auszugehen, dass eine sogenannte Influenza A H1 N1 („Schweinegrippe“) vorliegt.
Bei schweren Verläufen (Atemnot, Allgemeinbefinden deutlich reduziert) können Sie ein Tamiflu-Rezept bekommen von Ihrem Hausarzt. Dadurch werden die Beschwerden etwas abgemildert und verkürzt. Unter Umständen ist ein Hausbesuch erforderlich. Bitte klären Sie das mit Ihrem Hausarzt ab.
Falls Sie in eine Praxis unbedingt gehen möchten, ziehen Sie bitte eine MASKE über Mund und Nase und geben Sie niemandem die Hand. Husten Sie in den Ellbogen. Bitten Sie darum, dass Sie in ein separates Untersuchungszimmer kommen, wenn möglich.
Schweinegrippe homöopathisch behandeln?
Falls Sie gesund sind und die Erkrankung wie eine „normale“ Grippe verläuft, kann eine Schweinegrippe auch zum Beispiel mit homöopathischen Komplexpräparaten anbehandelt werden. Auch homöopathische Einzelmittel können in Frage kommen; siehe dazu „Erkältungen homöopathisch behandeln“. Dies gilt allerdings nur dann, wenn keine Komplikationen auftreten (Lungenentzündung etc.). Um das auszuschließen, sollten Sie sich bei Fieber länger als drei Tage oder sonstigem für Sie ungewöhnlichem Befinden von Ihrem Arzt untersuchen lassen.
Soll ich mich gegen Schweinegrippe impfen lassen?
Oktober 27, 2009 von drzehnle






