Der Eichenprozessionsspinner bildet Raupen, die von vielen feinen Härchen umgeben sind. Die Haare können bis zu 200 m weit fliegen und sich im Unterholz ablagern.
Gelangen diese Haare auf die Haut, z.B. durch einen Windstoß oder beim Holzspalten, haften sie fest daran. Dadurch werden Entzündungsstoffe freigesetzt (z.B. Histamin). Es entstehen äußerst heftig juckende Quaddeln. Diese treten vorzugsweise an den unbedeckten Körperstellen auf, z.B. an der Innenseite der Unterarme, im Nacken oder auch im Bauchbereich.
Gefährlich wird es vor allem, wenn die Raupenhaare versehentlich eingeatmet werden. Dann kann es zu heftiger Atemnot und Hustenreiz kommen.
Wie kann der Eichenprozessionsspinner-Ausschlag behandelt werden?
Der Betroffene kann sofort duschen mit Kopfwäsche, um die Haare zu entfernen. Kratzen verschlimmert die Sache, denn durch Kratzen werden die Haare noch tiefer in die Haut eingebracht. Das sollte also tunlichst vermieden werden. Zusätzlich kann der Arzt kortikoidhaltige Salben zur Beruhigung der Hautausschläge aufschreiben sowie antiallergische Tabletten bzw. Tropfen.
Bei Beteiligung der Atemorgane sind inhalative Kortikoide und spasmus-lösende Asthmasprays erforderlich.
View: „Raupenhaare lösen Kontakturtikaria aus“ (Ärzte-Zeitung )
„Eichenprozessionsspinner: Raupen als Krankheitserreger“ (Prof. Dr.med. Harald Maier, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Wien)
Eichenprozessions-Spinner: Raupen als Allergieauslöser (chirurgie-portal)







Guten Tag, die Kurzbeschreibung trifft es sehr gut. Ich selbst habe mir vor drei Tagen offenbar die Härchen „eingefangen“, als ich (Buchen-)Holz angeliefert bekam (also Brennholz) und die Scheite umlagerte udn aufschichtete (viel „Körperkontakt“!).
Den stark juckenden, nahezu ganzkörperlichen Ausschlag lasse ich seit gestern durch die Klassische Homöopathie behandeln. Mein Arzt (Allgemeinmediziner, praktiziert als Homöopath) gab mir das Mittel Rhus tox. in der M-Potenz.
Das Jucken lässt allmählich nach. Der Ausschlag scheint langsam zurückzugehen, aber ich rechne damit, dass man Geduld braucht, bis alles wieder abgeklungen ist.
Alles in allem eine unangenehme Geschichte. Erträglich, aber sehr lästig. Glücklicherweise gab es bei mir wohl keine Beeinträchtigung der Atemorgane.
Ich befürchte nun, dass ich im Herbst/Winter, wenn das Brennholz an den Ofen getragen und kleiner gehackt werden muss, erneute Probleme mit Ausschlag und Juckreiz bekommen könnte. Lässt sich wohl leider nicht vermeiden.