Homöopathische Mittel haben sich gerade bei grippalen Infekten mit Husten als „sanfte Medizin“ gut bewährt. Die Vielzahl dieser Einzelmittel ist häufig nicht sehr bekannt und ermöglicht eine individuelle Therapie.
Bryonia
Leitsymptome: Trockener Reizhusten; stechende Schmerzen, Patient hält sich den Brustkorb beim Husten; Rippfellentzündung, Schmerzen beim tiefen Einatmen. Grippaler Infekt mit Fieber.
Verschlechterung durch Bewegung, Tiefatmen oder Sprechen, Wärme. Besserung durch Liege auf der schmerzhaften Seite, frische Luft.
Corallium rubrum
Leitsymptome: heftiger krampfartiger Husten. Plötzliche, rasch aufeinanderfolgende Hustenattacken mit anschließender Erschöpfung. Große Empfindlichkeit gegen kalte Luft. Zäher Auswurf. Oft begleitend Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündung.
Verschlechterung durch Einatmen von kalter Luft; nachts; Besserung durch Wärme.
Cuprum metallicum
Bellender Husten, krampfartiger Husten. Auch beim Keuchhusten wirksam. Besserung durch Trinken von kaltem Wasser.
Verschlechterung nachts, bei Berührung, durch Erbrechen.
Dulcamara
Kann als erstes Mittel bei einer Bronchitis mit Auswurf gegeben werden.
Leitsymptome: Folge von feuchter Kälte. Heftiger trockener, quälender Hustenreiz; Schmerzen im Zwerchfellbereich; zäher Auswurf. Beschwerden als Folge von Kälte und Nässe.
Verschlechterung durch feucht-kalte Luft, Liegen. Besserung durch Wärme.
Hyoscyamus
Leitsymptome: trockener,krampfartiger Reizhusten, besonders nachts. Nervöser Reizhusten. Zusammenschnürungs-oder Kitzelgefühl im Kehlkopfbereich.
Verschlechterung nachts, besonders nach Mitternacht, im Liegen.
Spongia
Leitsymptome: trockener, rauer Husten, mit Atemnot; Brennen und Wundheitsgefühl im Kehlkopfbereich; Heiserkeit. Keuchhusten.
Verschlechterung nachts, besonders vor Mitternacht, beim Sprechen, durch kalte Getränke; Besserung durch Nahrungsaufnahme, besonders durch warme Getränke.
Stannum jodatum
Leitsymptome: schleimig-eitriger, gelber oder grünlicher Auswurf. Leere- und Schwächegefühl in der Brust. Atemnot bei geringster Anstrengung. Große Schwäche und Erschöpfung, oft Abmagerung.
Sticta pulmonaria
Leitsymptome: Folge von Schnupfen; trockener Husten mit ständigem Hustenreiz. Trockener Kehlkopf. Dumpfe Schmerzen im Brustbeinbereich, die bis nach hinten ausstrahlen können.
Verschlechterung abends und nachts, im Liegen, beim tiefen Einatmen.
Tartarus stibiaticus
Leitsymptome: Husten, mit starker Atemnot, Erstickungsgefühl und blauen Lippen. Rasselgeräusche, schwerlöslicher, zäher Auswurf. Große Schwäche, mit raschen Kräfteverfall. Patient hat keine Kraft zum Husten; kalter Schweiß.
Carbo vegetabilis
Leitsymptome: Spastischer Husten, mit Atemnot und blauen Lippen. Feuchte, grobe Rasselgeräusche, Pfeifen. Schwer löslicher, zäher Auswurf. Starkes Verlangen nach frischer und kühler Luft trotz Frostigkeit. Große Schwäche und Erschöpfung.
Verschlechterung nachts, durch Wärme. Besserung an frischer Luft.
Die Mittel werden in der Regel in niedrigen Potenzen, von der D4-D12 eingesetzt, bei Akuterkrankungen.
Die Aufzählung dieser homöopathischen Einzelmittel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Außer diesen gibt es viele homöopathische Komplexmittel, auf die hier nicht näher eingegangen werden soll.
View: Husten (netdoktor.de)
Was tun bei Husten und Bronchitis?







Also, ich schwöre ja auf Rizinusöl, das ist rein pflanzlich. Davon geht zwar der Husten nicht weg, aber man traut sich nicht mehr zu husten.
Ich fand auf Ihrer Seite gerade die Beschreibung für Sticta sehr passend für uns. Die Beschreibung im Buch hat mich nicht so intensiv angesprochen, daher bin ich dankbar, hier nochmal etwas lesen zu können.
Bei meiner anderen Tochter ist gerade Ipecacuanha angesagt.
Viele Grüße
N. Harriman
Ach ja, Nachtrag: ich finde gerade bei Husten der länger dauert bzw. öfter kommt, ist eine Konstitutionsbehandlung vonnöten. Und ein genaues Hinschauen auf die momentane Lebenssituation des Kindes (bzw. Erwachsenen), es bedarf vielleicht einer Änderung.