Wissenschaftler aus Japan haben herausgefunden, dass bei Männern, die vor Mitternacht ins Bett gingen, die Gefäße deutlich elastischer waren als bei denen, die erst nach Mitternacht schlafen gingen. Es sieht also so aus, als ob der Schlaf vor Mitternacht besser für Herz und Gefäße ist, auch wenn man dabei eventuell manche Vergnügungen verpasst (Ärzte Zeitung April 2009).
Je tiefer der Schlaf, um so besser. Der Tiefschlaf ist wichtig für Gedächtnis und Erholung. Aber er ist auch sehr störanfällig. Der Tiefschlaf tritt vor allem in der ersten Nachthälfte auf. Danach werden die Tiefschlafphasen kürzer und seltener, die Phasen leichten Schlafes und REM-Traumphasen werden dafür häufiger. Daher träumen die meisten Menschen eher gegen Morgen.
Der Tiefschlaf kann leicht gestört werden: Koffein (enthalten in Kaffee, Cola, schwarzem und grünem Tee, sowie manchem Schmerzmittel) kann bei manchen Menschen nur sehr langsam im Körper abgebaut werden. Auch nach vielen Stunden kann der Effekt daher noch wirksam sein, das heißt, die morgendliche Tasse Kaffee kann die Tiefschlafphasen in der kommenden Nacht verkürzen.
Auch Alkohol – oft als Einschlafhilfe genutzt – kann den Tiefschlaf stören: Wenn er in dieser Weise regelmäßig abends genossen wird, gehen die Tiefschlafphasen deutlich zurück, das heißt, der Schlaf wird dann eher oberflächlicher. Es kommt zu Durchschlafstörungen.
Auch bei Einnahme der meisten Schlafmittel tritt eine Abnahme des Tiefschlafes und eine Zunahme leichterer Schlafphasen ein. Leider gibt es noch keine Schlafmittel, die den Anteil des Tiefschlafes fördern.
Sowohl der Tiefschlaf als auch der REM-Schlaf sind wichtig für das Lernen. Schlafen und Lernen beeinflussen sich gegenseitig. Das Gehirn arbeitet auch weiter, während wir schlafen. Der Tiefschlaf ist vermutlich wichtig für das Wortgedächtnis, d.h. das Merken von Wörtern.
Insgesamt hat die Schlaflänge bei den meisten Menschen abgenommen. Statt acht bis neun Stunden schlafen viele Menschen nur noch ca. sieben Stunden. In einer vier Jahre dauernden Untersuchung war allerdings die Zahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle bei weniger als 7,5 Stunden Schlaf pro Nacht deutlich erhöht. Jugendliche, die wenig schlafen, sind außerdem eher übergewichtig als Jugendliche mit genügend Schlaf.
Internetadressen: www.dgsm.de (Informationen der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin). www.schlaf.de: iDoc Institut für Telemedizin und Gesundheitskommunikation, Tipps für einen gesunden Schlaf.
Veröffentlicht in Schlafmedizin | Verschlagwortet mit Gesundheit, Herz, REM-Schlaf, Schlaf, Tiefschlaf | Kommentar schreiben »
Was können Sie tun, wenn Sie unter trockenen Augen leiden?
Vermeiden Sie trockene Luft, soweit möglich (Auto-Klimaanlage, Heizlüfter etc.)
Achten Sie beim Schminken auf Lidkosmetika mit möglichst wenig Reiz- und Duftstoffen. Das Produkt sollte hypoallergen und frei von Fett und Konservierungsmitteln sein.
Schränken Sie Ihren Alkohol-und Zigarettenkonsum ein!
Trinken Sie ca. zwei Liter pro Tag (Wasser, Tee, verdünnte Fruchtsäfte).
Achten Sie auf regelmäßigen Schlaf!
Achten Sie auf eine besondere Pflege Ihrer Lidränder. Beim Abschminken sollte der Lidrand sorgfältig gereinigt werden.
Bei einer Fehlstellung des Augenlides (fehlender kompletter Lidschluss) kann eine korrigierende Operation erforderlich sein, um einen normalen Lidschluss wieder zu ermöglichen.
Weiterhin gibt es medizinische Produkte für Ihre trockenen Augen. Dazu kann Sie Ihr Arzt beraten. Viele Tränenersatzstoffe sind auch frei verkäuflich in der Apotheke erhältlich. Bei anhaltender Trockenheit sollten Sie sich aber auch auf eine Schilddrüsen-Fehlfunktion untersuchen lassen. Auch die Einnahme von bestimmten Medikamenten (zum Beispiel Antidepressiva, Schmerzmittel, Anti-Baby-Pille, Aknemedikamente, Blutdruckmedikamente) kann zu trockenen Augen führen.
Veröffentlicht in Augen | Verschlagwortet mit Augen, Augenkrankheiten, Gesundheit, Keratokonjunktivitis sicca, trockene Augen | Kommentar schreiben »
Welche Ernährung ist richtig in der Schwangerschaft?
Früher galt: In der Schwangerschaft soll die werdende Mutter „für zwei essen“. Das gilt inzwischen als überholt. (Stand 2009). Eine hyperkalorische Ernährung führt zu übergewichtigen Babies, bereits im Mutterleib. Diese Kinder werden auch nach der Geburt im Laufe der Jahre häufiger übergewichtig. Denn sie sind bereits gewohnt, mehr zu essen, als sie eigentlich brauchen.
Ein weiterer Nachteil ist, dass deutlich übergewichtige Schwangere leichter einen Schwangerschaftsdiabetes entwickeln. Leider nehmen Frauen in der Schwangerschaft heute aber im Durchschnitt zwei Kilogramm mehr zu als vor 20 Jahren. Außer für Diabetes ist bei übergewichtigen Schwangeren auch das Risiko für Bluthochdruck in der Schwangerschaft deutlich erhöht, mit entsprechenden Komplikationen auch für das Baby.
Übergewicht in der Schwangerschaft kann außerdem zu vermehrten Komplikationen bei der Geburt führen: Kaiserschnitte, Vakuum-und Zangengeburtten kommen dann deutlich häufiger vor.
Fakt ist, dass der Energiebedarf in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten kaum erhöht ist. In den späteren Schwangerschaftsmonaten reicht es, wenn die werdende Mutter 200 bis 300 kcal am Tag mehr verzehrt.
Wichtig ist vielmehr, dass die werdende Mutter deutlich mehr Obst und Gemüse zu sich nimmt. Außerdem wird zur Versorgung mit B-Vitaminen, Eiweiß, Zink und Eisen mageres Fleisch benötigt.
Für die Versorgung mit Folsäure ist grünes Blattgemüse wichtig, außerdem sind Hefe-und Vollkornprodukte wichtig. Die darin enthaltenen Mengen an Folsäure sind allerdings häufig nur gering. Daher wird eine Einnahme von Folsäure schon bei Kinderwunsch und bis mindestens zum Ende des dritten Schwangerschaftsmonats empfohlen.
Eine ausreichende Versorgung mit Jod kann durch Seefisch und jodiertes Speisesalz erreicht werden. Jodidtabletten werden in der Schwangerschaft häufig zusätzlich verordnet.
Ungewöhnlichen Essgelüsten wie Gelüste auf Torten oder reichlich Schokolade sollten in der Schwangerschaft nicht allzu sehr gefrönt werden. Der darin enthaltene Zucker gelangt ins Blut und fördert die Entstehung eines baldigen neuen Hungergefühls und dadurch des Übergewichtes. Auch in der Schwangerschaft gilt: Maß halten. Das ist für die Gesundheit der werdenden Mutter und für das Kind am besten!
Veröffentlicht in Ernährung, Schwangerschaft | Verschlagwortet mit Übergewicht, Baby, Bluthochdruck, Diabetes, Eisen, Eiweiß, Ernährung, Folsäure, Gemüse, Jod, Jodmangel, Obst, Schwangerschaft, Zink | 1 Kommentar »
Man könnte die Frage auch so formulieren: “Was kann ich tun, um nicht wieder Brustkrebs zu bekommen?” So wird oft gefragt.
Gehen Sie regelmäßig zur Krebsvorsorge. Nehmen Sie die Einladung zur Vorsorge-Mammographie wahr, die Sie ab dem 50. Lebensjahr erhalten.
Treiben Sie regelmäßig Sport. Bewegung tut dem Körper und auch der Seele gut und wirkt nachgewiesenermaßen vorbeugend gegen verschiedene Tumorarten, unter anderem auch gegen Brustkrebs.
Ernähren Sie sich gesund, mit viel Obst, Gemüse, und Jod.
Es gibt neuerdings Hinweise darauf dass viele Patientinnen mit Brustkrebs auch zu Knoten in der Schilddrüse neigen. Diese entstehen aufgrund eines langfristigen Jodmangels, zum Beispiel schon seit der Jugend. Nach neueren Erkenntnissen gehören zu den Jodmangelerkrankungen nicht nur die der Schilddrüse, sondern auch die der weiblichen Brustdrüse. Ein Jodmangel kann in der Brust zu einer sogenannten „Mastopathie“ führen. Das ist eine zunächst gutartige Brustdrüsenkrankheit mit Bildung von Knötchen, die wiederum eine Tumorentwicklung begünstigen können. Eine regelmäßige Jodversorgung scheint also auch vorbeugend gegen die Entwicklung von Brustkrebs zu wirken.
Jod ist reichlich vorhanden in Kuhmilch und Milchprodukten, Seefisch, sowie mit Jodsalz hergestellten Nahrungsmitteln.
Halten Sie Ihr Normalgewicht.
Rauchen Sie nicht.
Was kann ich tun, wenn ich bereits Brustkrebs hatte?
Bei Ihnen wurde ein Tumor in der Brust festgestellt und vielleicht auch schon behandelt. Nun fragen Sie sich: Was kann ich selbst dazu tun, damit der Tumor nicht wiederkommt?
Wie wirksam sind Alternativmethoden bei Brustkrebs? Dazu gibt es Untersuchungen, dass fast alle Alternativmethoden keine nachgewiesenen Erfolge zeigen, zum Beispiel Selen- und Zinkgabe, Hochdosis-Vitamine, Antioxidantien, Soja. Lediglich für Mistelpräparate und Cimicifuga (Traubensilberkerze) könnte eine positive Wirkung existieren; sicher nachgewiesen ist es bisher mit keiner großen Untersuchung Patientinnen, die Mistelpräparate regelmäßig spritzen, fühlen sich aber häufig insgesamt wohler und weniger müde.
Nach den o.g. Untersuchungen könnte eine ausreichende Jodzufuhr allerdings vorbeugend gegen die Entwicklung von Brustkrebs allgemein wirken. Daher kann sie nach dem Stand der heutigen Erkenntnis auch für Brustkrebspatientinnen empfohlen werden. Parallel sollte die Schilddrüse untersucht werden (s. oben), um auch dort eine Jodmangelerkrankung auszuschließen.
Wichtig ist, eine regelmäßige Bewegung und ein Normalgewicht (BMI von 20%) anzustreben. Ein regelmäßiger Tagesablauf ist von Vorteil. Es existieren Hinweise darauf, dass eine fettarme Diät mit Bevorzugung von ungesättigten Fettsäuren lebensverlängernd wirkt, sowie der reichliche Genuss von Gemüse und Früchten. Vollkornprodukte sind ebenfalls von Vorteil, falls sie den Ernährungsgewohnheiten der Patientin entsprechen.
Von Nachteil sind Extremdiäten, die nicht den Tumor aushungern, sondern den Gesamtorganismus schwächen. Dadurch können sie insgesamt zu einer Abwehrschwäche gegenüber den Krebszellen führen.
Entspannungstherapien wie Yoga und autogenes Training sind positiv zu bewerten.
Gegen Hitzewallungen sollten bei vorbestehendem Brustkrebs nicht-hormonelle Mittel verwendet werden,s. Artikel im Blog: Klimaxbeschwerden,z.B. Homöopathika, .Vitamin E, Venlofaxin.
Veröffentlicht in Krebs, Krebserkrankungen | Verschlagwortet mit Bewegung, Brustkrebs, Entspannung, Gemüse, Jod, Jodmangel, Krebs, Krebsvorsorge, Misteln, Mistelpräparate, Obst, Rauchen, Rezidiv, Selen, Sport, Tumor, Yoga, Zink | Kommentar schreiben »
Viele kenne das leidige Problem: Im Laufe der Jahre sammeln sich die Pfunde an. Nach einer tollen „neuen“ Diät nimmt man ein paar Kilogramm ab. Spätestens in ein paar Jahren sind die Kilos aber wieder drauf.
Das Ganze wird dann nochmals brisanter, wenn sich zum Übergewicht ein Typ-II-Diabetes dazugesellt. Dann wird wieder eine neue tolle Diät probiert, vorübergehend nimmt man ein paar Pfunde ab, und so weiter und so weiter. Das ist insgesamt sehr frustrierend. Warum ist das so?
Wodurch wird das Essen gesteuert?
Das Essverhalten wird gesteuert von einem Regelkreis, der zwischen Gehirn und Magen-Darm abläuft. Es gibt eine Reihe von Hormonen, welche die Nahrungsaufnahme regeln.
Leptin zum Beispiel ist ein Fettgewebshormon. Es wird beispielsweise im Bauchfettgewebe produziert, um so mehr, je mehr Bauchfett vorhanden ist, und vermittelt ein Hungergefühl. Ghrelin, ein anderes Hormon, stammt aus dem Magen und steigt an im Nüchternzustand. Es meldet an das Gehirn: Hunger!. Bei dauerhafter Gabe führt es im Tierversuch zu Fettleibigkeit.
Zwei Gegenspieler sind: Neuropeptid Y, das u.a. Signale aus de Darm erhält, und Glukagon-like-Peptid-1. Diese Hormone wirken appetithemmend.
Welche Diät ist die beste?
Low Fat? Low Carb? Trennkost? Metabolic balance? Atkins-Diät? LOGI-Diät? Nach neueren Ergebnissen ist die Art der gewählten Diät letztendlich von untergeordneter Bedeutung. Denn: mit all diesen Diätarten ist eine Gewichtsreduktin zunächst einmal möglich. Aber: Sobald die Diät beendet ist, steigt das Gewicht wieder an. Bei fast allen Diätversuchen erreichen die Betroffenen nach ca. fünf Jahren ihr Ausgangsgewicht wieder, oder überschreiten es sogar. Warum?
Wodurch entsteht Sättigung?
Das Hungergefühl wird nicht nur durch eine ausreichende Energieaufnahme beseitigt. Sättigung entsteht weniger durch den Kaloriengehalt als durch die Menge des Essens. Eine ausreichende Magenwanddehnung wird zurückgemeldet an das Gehirn und geht mit einem Sättigungsgefühl einher. Deshalb ist eine möglichst geringe „Energiedichte“ der Nahrung, d.h. eine geringe Dichte, aber große Menge, wichtig für das Sattwerden. Bei Fast-Food zum Beispiel tragen flüssige Kalorien in Säften bzw. Limonadegetränken sowie Weißmehlprodukte wenig zur Sättigung bei, da die Getränke durch den Magen „durchrauschen“, obwohl sie eine hohe Energiedichte haben. Folge sind eher häufige Mahlzeiten, da das Sättigungsgefühl nicht eintritt, und eher eine zu hohe Energieaufnahme.
Notwendig ist eine langfristige Umstellung der Lebensgewohnheiten
Alle Diäten können keine langfristige Ernährungsumstellung ersetzen. Außerdem ist es wichtig, dass die Art der Ernährung allgemein die Essensgewohnheiten und Vorlieben des Einzelnen ausreichend berücksichtigt. Essen ist auch ein Bestandteil der Lebensqualität und wird individuell unterschiedlich vorgenommen. Essen trägt auch, wenn es dem Einzelnen entspricht, in der Art, in der es vorgenommen wird, zum Beispiel in einer angenehmen Gesellschaft, zum psychischen Wohlbefinden bei.
Ziel der Ernährungsumstellung: Lebensmittel mit einer höheren Energiedichte sollten durch solche mit geringerer Energiedichte ausgetauscht werden. Die Essensmenge als solche wird nicht begrenzt. Sie muss aber zu einer ausreichenden Sättigung führen.
Weiterhin ist eine regelmäßige Bewegung. Ein Ausdauertraining von möglichst an 3-5 Tagen pro Woche mehr als 30 Minuten, das zum Schwitzen führt, wirkt stabilisierend auf das Gewicht und wirkt einer erneuten Gewichtszunahme entgegen. Ein Ausdauertraining führt in den anschließenden Stunden zu einem geringeren Hungergefühl. Mit diesen Maßnahmen-langristige Ernährungsumstellung und regelmäßige Bewegung wird außerdem ein Wohlfühlen im eigenen Körper unterstützt. Das führt insgesamt zu einer höheren Lebensqualität.
Energiedichte des Essens:
Nahrungsmittel Energiedichte (kcal/g)
Vollkornbrot ………………………………….2,0
Vollkornbrötchen…………………………..2,2
Weizenbrötchen……………………………2,7
usw.
Bezugsquelle des o.g. Artikels: MMW Fortschr. Medizin Nr. 18/2009, s. 12-13.
Veröffentlicht in Abnehmen, Diabetes, Ernährung | Verschlagwortet mit Abnehmen, Übergewicht, Bewegung, Diabetes, Diabetiker, Diät, Energiedichte, Ernährungsumstellung, Essen, Hunger, Lebensqualität, Leptin, Nahrung | 2 Kommentare »
Welche Beschwerden macht die Schweinegrippe?
Die Schweinegrippe macht Beschwerden wie eine normale “Grippe”: Fieber > 38°. Und mindestens zwei der folgenden Beschwerden: Schnupfen und Halsweh, Atemnot und / oder Husten.
Wichtig: vorausgegangener Aufenthalt in einem Risikogebiet innerhalb von 7 Tagen vor Erkrankung
Direkter Kontakt mit Betroffenem – oder: gleichzeitiger Aufenthalt in einem entsprechenden Raum.
Gibt es typische Schweinegrippe-Symptome?
Nein.
Wie gefährlich ist das Schweinegrippe-Virus?
Das ist noch unklar .
Wie erfolgt die Übertragung?
Durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen) oder durch Schmierinfektion (Türklinken!) .
Wie kann man sich vor Ansteckung schützen?
Genauso wie bei jeder Grippewelle:
Häufig die Hände mit Wasser und Seite waschen (15 Sek. lang).
Risikopersonen meiden. Bei Kontakt: Masken, Schutzbrillen
Handschuhe und Schutzkleidung tragen.
Hände gehören nicht ins Gesicht!
Gibt es Mittel gegen die Schweinegrippe?
Ja, die beiden auf dem Markt befindlichen Neuraminidase-Hemmer. Bisher sind keine Resistenzen dagegen bekannt-
Veröffentlicht in Infektionskrankheiten | Verschlagwortet mit Grippe, Infektionskrankheiten, Schweinegrippe | Kommentar schreiben »
Diabetes kann die Nerven nahezu aller Organe schädigen. Dieser Artikel behandelt vorwiegend den diabetischen Nervenschaden (diabetische Polyneuropathie) der Beine.
Etwa jeder fünfte Diabetiker hat in Deutschland einen diabetischen Nervenschaden, eine sogenannte Polyneuropathie. Das heißt, dass das Gefühl an den Fußsohlen oder vielleicht sogar an den Füßen und Waden nachgelassen hat. Besteht eine solche diabetische Polyneuropathie, ist das Kind sozusagen schon „in den Brunnen“ gefallen. Denn dann sind die Behandlungsmöglichkeiten sehr begrenzt. Wichtig ist also, dieser Folgeerkrankung möglichst frühzeitig vorzubeugen.
Wie entwickelt sich ein diabetischer Nervenschaden?
Eine Nervenschädigung tritt sehr schleichend ein. Wenn der durchschnittliche Blutzucker 180 mg% überschreitet und der Langzeitwert HbA1C > 8 % ist, kommt es zu einer Gefühlsminderung in den Zehen. Warum in den Zehen? Dort sind die Endigungen der längsten Nerven des Körpers, der Beinnerven. Daher sind Menschen mit langen Beinen eher betroffen von der diabetischen Polyneuropathie als Menschen mit kurzen Beinen.
Ein diabetischer Nervenschaden kann sich über Jahrzehnte entwickeln, und zwar lange, bevor bei den –vorwiegend übergewichtigen- Patienten ein Diabetes definitiv festgestellt wird. Manchmal wird tatsächlich zuerst die Polyneuropathie und dann später erst der Diabetes festgestellt oder: Wenn der Diabetes festgestellt wird, sind häufig leider bereits Folgeschäden an den Organen vorhanden.
Wie äußert sich ein diabetischer Nervenschaden, eine Polyneuropathie?
Die Empfindlichkeit für Berührung, Druck, Temperatur, Schmerz und Vibration lässt nach. Das ist für die Patienten zunächst häufig eher angenehm, da sie Schmerzen weniger spüren. Im weiteren Verlauf kann es zu Kribbeln („Ameisenlaufen“) oder „Brennen der Füße“ kommen. Diese Beschwerden treten dann vorwiegend nachts auf und sind eher unangenehm. Durch den Verlust der Schmerzempfindlichkeit können die Füße nicht mehr reflexmäßig auf mechanische Schäden, zum Beispiel Treten auf einen spitzen Gegenstand, reagieren. Es kann zu unbemerkten Wunden an den Fußsohlen kommen Leider tragen viele Diabetiker, da sie einen Druck nicht mehr verspüren, zu enges Schuhwerk, was zu schmerzlosen Druckblasen führen kann. Aus diesen kleinen Verletzungen kann sich sogar ein schmerzloses Fußgeschwür entwickeln. Dies ist verhängnisvoll und kann bei Infektion bis zur Amputation des betroffenen Fußteiles führen.
Wie erkennt der Arzt die diabetische Polyneuropathie?
Der Arzt untersucht regelmäßig, mindestens einmal jährlich, mit einer neurologischen Stimmgabel die Fußknochen und prüft, ob Sie die Vibration spüren. Spüren Sie die Vibration nur noch zur Hälfte (4/8), ist das Risiko für diabetische Fußverletzungen erhöht.
Was hilft bei einem diabetischen Nervenschaden- einer diabetischen Polyneuropathie?
Es gibt bis jetzt leider kein Heilmittel (Stand 2009), das beschädigte Nervenbahnen wieder heilen und wiederherstellen kann. Für „taube Füße“ gibt es keine Möglichkeit, das Gefühl wieder herzustellen. Das bedeutet im Einzelfall leider für den Betroffenen häufigeine Umschulung oder Schwerbehinderung.
Das Kribbeln und die nächtlichen Schmerzen können mit bestimmten Medikamenten behandelt werden und sprechen relativ gut darauf an. Allerdings müssen dafür die Nebenwirkungen der Medikamente (Antiepileptika, Antidepressiva), die anfangs meistens stärker augesprägt sind, in Kauf genommen werden. Innerhalb von fünf Jahren verliert jedoch jeder zweite Patient seine Kribbelparästhesien. Denn dann sind aufgrund des Fortschreitens der Nervenschädigung seine Nerven komplett zerstört.
Was können Sie selbst tun, um eine diabetische Polyneuropathie zu vermeiden?
Vermeiden Sie unnötige Überlastungen wie zu enge Schuhe, langes Stehen oder sportliche Überlastungen wie zum Beispiel einen Marathonlauf.
Untersuchen Sie regelmäßig, am besten täglich, Ihre Füße und Fußsohlen. Pflegen Sie Ihre Füße und schützen Sie sich vor dem Austrocknen. Schneiden Sie nie selbst an Ihren Füßen herum (zum Beispiel zur Warzen- oder Hornhautbehandlung). Wenn Sie eine Veränderung feststellen, gehen Sie bitte zu Ihren Arzt, damit er diese behandeln kann. Bei Diabetes ist bei bestehenden Nerven- oder Gefäßschäden (leider erst dann, Stand 2009) in Deutschland eine podologische Behandlung auf Krankenkassenkosten möglich. Bei Fußfehlformen sind unter Umständen Schuheinlagen von Vorteil. Das Barfußgehen ist bei einer diabetischen Polyneuropathie strikt untersagt.
Weiterhin unbedingt wichtig: Sorgen Sie für eine möglichst gute Blutzuckereinstellung (s. Artikel “Ernährungsempfehlungen für Diabetes”, “Diabetes, Diabetiker und Sport”, “Triglyzeride: Blutfette im Zaum halten” usw. im Blog). Ihr Langzeitwert sollte möglichst unter 8% liegen, natürlich ist es noch besser, wenn er unter 7% liegt und gegen 6 strebt.
Veröffentlicht in Diabetes, Nervensystem | Verschlagwortet mit Blutzucker, Diabetes, Diabetiker, Diabetische Polyneuropathie, Nervenschädigung, Neuropathie, Polyneuropathie | Kommentar schreiben »
Eine Blasenentzündung kommt bei Frauen recht häufig vor. Sie wird duch Bakterien hervorgerufen, die meist über die Harnröhre nach oben steigen. Durch die enge Nachbarschaft von Darmausgang und Genitalien wird eine Blasenentzündung meistens durch Darmbakterien verursacht.
Anzeichen der Blasenentzündung: häufiger Harndrang, schmerzhaftes Wasserlassen, Gefühl, dass sich die Blase nur inkomplett entleert hat. Der Urin ist trübe und riecht unangenehm. Er kann auch blutig sein.
Bei leichten Beschwerden kann eine homöopathische Behandlung durchgeführt werden:
Beispiele:
Cantharis D6 oder D12: Brennen vor, während und nach des Wasserlassens, dauernder Harndrang, Urin geht nur tröpfchenweise ab; Besserung durch Wärme und Ruhe.
Capsicum D6 oder D 12: Stechen und Brennen in der Harnröhre.
Causticum D 6 oder D12: häufiger Harndrang mit Harnträufeln, beim Husten oder Niesen geht Urin ab.
Colocynthis D6 oder D12: Beim Wasserlassen krampfartige Schmerzen im ganzen Bauch; Besserung durch Zusammenkrümmen.
Dulcamara D6 oder D12: Blasenentzündung als Folge von Kälte und Feuchtigkeit (Sitzen auf nassem Stein / bei Hocketse); häufig Halsweh vorausgehend.
Sarsaparilla D12: häufige Harnwegsinfekte; vier Wochen lang 2 x 5 Glob nehmen.
Bei häufigen Harnwegsinfekten ist auch möglich: 4 Wochen Dulcamara D3; vier Wochen Berberis D3; vier Woche Solidago D4.
Bei deutlichen Beschwerden oder Fieber sollte eine antibiotische Behandlung über ca. 3-5 Tage durchgeführt werden. Als Nebenwirkungen können auftreten: allergische Reaktionen; vaginale Pilzinfektionen. Bei wiederkehrenden Harnwegsinfekten wird Ihr Arzt / Ihre Ärztin auch eine Bakterienkultur anlegen, um herauszufinden, auf welches Mittel der Infekt anspricht. Unter Umständen wird eine Ultraschalluntersuchung der Nieren und der Harnblase gemacht.
Häufig bleibt der Blasenboden trotz Antibiose noch entzündlich gerötet, sodass weiter Beschwerden beim Wasserlassen bestehen bleiben können. Hier können weiter homöopathische oder auch pflanzliche, krampflösende und beruhigende Mittel als Dragees oder als Tee von Vorteil sein. Das sind zum Beispiel Goldrute, Berberitze.
Bei rezidivierenden Harnwegsinfekten gibt es noch die Möglichkeit, mit einem Immunstimulans zu behandeln (in Kapselform auf Selbstzahler-Rezept erhältlich); muss drei Monate eingenommen werden, dann wieder aufgefrischt werden nach Anleitung.
Tritt Fieber auf oder ein allgemeines deutliches Krankheitsgefühl, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Bei wiederholten Harnwegsinfekten wird Ihr Hausarzt auch konsiliarisch einen Facharzt für Urologie dazuziehen.
Veröffentlicht in Homöopathie, Infektionskrankheiten | Verschlagwortet mit ableitende Harnwege, Blasenentzündung, Harnblasenentzündung, Harnwegsentzündung, Harnwegsinfektion, Nierenbecken, Nierenbeckenentzündung, Pyelonephritis, Zystitis | Kommentar schreiben »
Anstelle von Tranquilizern, die gern zu einer psychischen Abhängigkeit führen, könne zunächst auch homöopathische Mittel versucht werden, gern in Kombination mit Kneippschen Beingüssen.
Ambra D3: Sorgen, Gedanken kreisen nachts, nervöse Unruhe
Avena sativa: Schlaflosigkeit, nervöse Erschöpfungszustände
Chamomilla: Schlaflosigkeit beim Kind
Coffea: große nervöse Erregung und Ruhelosigkeit; Kopfschmerzen durch Überanstrengung
Cyripedium pubescens: nervöse Schlaflosigkeit, Durchschlafstörung
Passiflora incarnata: Folge von Überanstrengung; Wadenkrämpfe
Valeriana: innere Unruhe, Stimmung wechselhaft
Zincum valerianicum: Schlaflosigkeit, Zähneknirschen, unruhige Beine
Von allen diesen Präparaten gibt es natürlich auch Mischpräparate im Handel. Weitere Tipps für einen erholsamen Schlaf siehe “Zwölf Tipps …”
Veröffentlicht in Schlafmedizin | Verschlagwortet mit Homöopathie, Homoeopathie, Kneipp, Schlaf, Schlaflosigkeit, Schlafmedizin, Schlafprobleme, Schlafstörungen | Kommentar schreiben »
Beim Tennisellbogen oder Tennisarm (medizinisch: Epicondylitis humeri radialis) tritt ein Schmerz am seitlichen Ansatz der Ellbogenmuskulatur auf. Dieser verstärkt sich häufig bei bestimmten Bewegungen (z.B. Tennisball schlagen). Wodurch entsteht der Tennisellbogen?
Durch wiederholte Bewegungen bestimmter Art kann am Ellbogenansatz der Unterarmstrecker eine Verkalkung am Muskelansatz mit Sehnenverdickung und einer Art Knochenhautentzündung auftreten. Durch wiederholte ähnliche Bewegungen wird der Schmerz verstärkt und chronifiziert. Beim Röntgen ist am Ellbogen meistens nichts sichtbar. Eventuell findet man Hinweise im Ultraschall der Sehne auf eine Entzündung.
Eine Behandlung ist möglich durch lokale vorübergehende Ruhigstellung (Bandagen). Manchmal helfen auch angewandte Salben, meiner Erfahrung nach eher selten. Es gibt inzwischen auch Diclofenac-Pflaster zum Aufkleben (entzündungshemmend). Kortisoninjektionen an den maximalen Schmerzpunkt sind häufig vorübergehend wirksam, können aber zu einer Delle in der Haut führen als Nebenwirkung. Weiter hilfreich ist ein Krafttrainig, z.B. mit einem Thera-Band. Dabei wird mehrmals täglich jeweils 15 mal das Handgelenk (und damit der Ellbogen) seitlich nach außen und wieder nach innen gedreht, bei gespanntem Band bzw.Gummistab. Hilfreich kann weiter sein, lokal Nitroglyzerin einzusprühen; Nebenwirkung: kann zu Kopfweh führen. Eine Stoßwellentherapie, meist durchgeführt beim Orthopäden, kann ebenfalls hilfreich sein. Unter Umständen hilft auch ein Vibrationstraining mit einem Powerstab aus der Gymnastik.
Homöopathische Mittel, die hier zum Beispiel in Frage kommen:
Ruta: bei allen Formen von subakuter Sehnenentzündung anwendbar, auch bei Ganglion am Handgelenk
Symphytum: bei allen Schmerzen und Entzündungszuständen an der Knochenhaut
Arnica: Folgen von Überlastung, Muskelkater
Rhus toxicodendron: Beschwerden besser bei fortgesetzter Bewegung
Insgesamt gibt es beim Tennisellbogen viele Heilmethoden, die helfen können. Es gibt aber leider nicht das Heilmittel. Vorbeugend wirkt auch Stretching der Arme, zum Beispiel während und nach stundenlangen Tätigkeiten am PC.
Veröffentlicht in Muskelprobleme | Verschlagwortet mit Ellenbogen, Epicondylitis humeri radialis, Golfarm, Golferarm, Golferellenbogen, Tennisarm, Tennisellbogen, Tennisellenbogen | Kommentar schreiben »






